Hier kommen sie zu unserem Newsletter, um die neuesten Infos per E-Mails zu erhalten

Was erwartet uns Rudower?

 1. Verkehr

  • Staus auf der A 113 und dadurch Umgehungsverkehr auf den Rudower Straßen.

  • Zusätzliche Buslinien und Taktverkürzung auf der Waltersdorfer Chaussee

  • Wegfall von Parkplätzen auf der Waltersdorfer Chaussee durch die Einrichtung von Busspuren. Verdrängung der dort parkenden Fahrzeuge auf die umliegenden Straßen.

  • Verstärkter Verkehr am U-Bhf. Rudow und Umgebung durch Eröffnung des BBI.  

  • Durch die geplante Bebauung des Mettefeldes: Zusätzliche Belastung der umliegenden Straßen durch ca. 300 bis 400 Fahrzeuge.

 

 2. Bebauung

  • Hohe Bauverdichtung durch die geplante Bebauung des Mettefeldes. Die bisher übliche GFZ (Geschossflächenzahl) von 0,4 bis 0,6 in der Umgebung des Feldes wird durch eine GFZ von 1,7 (dies ist die GFZ des Frauenviertels) auf dem Feld dramatisch verändert mit der Folge, dass sich die Bebauungsdichte in Rudow-Süd weiter erhöhen wird.   

  • Weitere Verdichtung der Bebauung durch Genehmigung massiver Bauten auch auf kleinen Grundstücken, obwohl Neukölln bereits die höchste Baudichte in Berlin aufweist (bei Bezirken mit Vororten).

Die Vernichtung und massive Bebauung des landwirtschaftlich genutzten Mettefeldes wird besonders durch den Baustadtrat von Neukölln (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützt, mit dem klaren Ziel, auch noch die letzten Grünflächen in Rudow zu beseitigen.

Das nennt man dann wohl „grüne Politik“?!

 3. Warum sind die Argumentationen der Kirche und des Bezirks   unglaubwürdig?

  • Es ist nicht sichergestellt, dass die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs auch umgesetzt werden, da die Bebauung durch einen Bauträger vorgenommen wird und dieser sich nach wirtschaftlichen Gegebenheiten richten wird.

  • Die Kirche ist daran interessiert, den höchstmöglichen Ertrag aus dem Grundstück zu erwirtschaften. Letztendlich wird hinter diesem Ertrag am Ende alles andere zurückstehen.  

  • Das Argument, man schaffe sozialen Wohnraum ist unglaubwürdig, wenige hundert Meter weiter in Schönefeld stehen erschlossene Baufelder mit guter Verkehrsanbindung zur Verfügung. 

 

4. Was bedeutet das nun alles für uns Rudower?

 

Die Lebensqualität in Rudow wird weiter sinken, der Vorortcharakter wird endgültig verschwinden und die Bebauung des Mettefeldes wird dazu führen, dass man jegliche Möglichkeit nutzen wird, die umliegenden EFH-Grundstücke den neuen mehrgeschossigen Wohnbauten „anzupassen“. Dieses Ziel wird durch die aktuellen Politiker im Bezirk angestrebt, da man der Meinung ist,

dass die Wohnform EFH (Einfamilienhaus) „nicht mehr zeitgemäß“ sei.

Welche weiteren Folgen hat diese Vorgehensweise? Alle Wohnstraßen in Rudow-Süd werden völlig überlastet, insbesondere auch durch die zusätzlichen 300 bis 400 Fahrzeuge der Wohnungen auf dem Mettefeld. Die Verwaltung wird dieses Problem u. U. dadurch lösen, dass Einbahnstraßen eingerichtet werden und u. U. Straßenverbreiterungen auf Kosten der Anlieger vorgenommen werden (wie schon einmal geplant: durch Grundstücksenteignungen).

Bitte unterstützen Sie uns bei dem Erhalt des letzten Feldes in Rudow-Süd, um wenigstens einen Rest von Lebensqualität zu erhalten. Sprechen Sie mit Verantwortlichen der Kirche, schreiben Sie an Abgeordnete und Bezirkspolitiker und wehren Sie sich gegen die Vernichtung unserer Natur. Die Bürgerinitiative hat in den letzten 40 Jahren bewiesen, dass Widerstand erfolgreich sein kann, wenn alle Rudower zusammenhalten. Unsere Stellungnahme zur Änderung des FNP wurde durch den Senat, den Bezirk und die Kirche vollständig ignoriert, so dass davon auszugehen ist, dass man die geplante Bebauung nur dann verhindern kann, wenn gerichtlich gegen den Bebauungsplan vorgegangen wird. 

Helfen Sie mit, das Feld und unsere Lebensqualität zu erhalten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit auch durch persönlichen Einsatz unterstützen würden und sind auch für jede Spende dankbar (steuerbegünstigte Bescheinigungen können ausgestellt werden), das Konto lautet:

Berliner Sparkasse DE06 1005 0000 0190 8566 61.

Aktuelles

 

September 2021

Am Freitag, dem 10. Sept. 2021 findet in dem Gemeindezentrum Köpenicker Str. (Kirche Alt-Rudow), eine Informationsveranstaltung statt, die über die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs informiert.

Sie können einige Informationen über die Ergebnisse unter folgender Internetadresse erhalten:

www.kirche-rudow.de/page/5136/ideenwettbewerb-mettefeld

Die Vorschläge der Architekten sind aus Sicht der BI für die Bewohner Rudows eine einzige Katastrophe.

Lesen Sie bitte dazu hier unser Flugblatt vom Sept. 2021

 
 

Mai 2021

Die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs liegen jetzt der Kirche vor. Leider wurde es der BI untersagt, diese Ergebnisse auch zu veröffentlichen. Es wurde allerdings zugesagt, dass die Weiterverfolgung der Baupläne erst dann erfolgt, wenn die Rudower Bürger über die Architektenvorschläge in einer Präsenzveranstaltung informiert wurden (vermutlich im Herbst 2021, ja nach Corona-Entwicklung).

 

Dem Vorstand der BI wurden die Pläne in einer mehrstündigen Diskussion durch die Firma Planwerk erläutert. Daraus ergibt sich folgendes:

 

  1. keiner der 6 Vorschläge wird so umgesetzt, wie er vorliegt. Wenn überhaupt, wird es eine Mischung aus allen Vorschlägen geben bzw. in Laufe der Diskussionen der nächsten Monate könnten sich auch noch völlig andere Ergebnisse mit einer noch höheren Bauverdichtung ergeben.

  2. Das Bauamt Neukölln stellte unmissverständlich klar, dass eine Baugenehmigung für EFH oder Reihenhäuser auf dem Feld ausgeschlossen ist. Entweder es entstehen mehrgeschossige Blockbauten oder das Feld bleibt frei.

  3. Die einzelnen Vorschläge gehen von 190 bis 330 WE aus. Der Siegerentwurf enthält 210 WE

  4. Es sind teilweise Tiefgaragen, teilweise Hochgaragen (32 bis 110) und auch Kurzzeitparkplätze geplant (30 bis 63).

  5. Die Kurzzeitparkplätze sollen auf der Grünfläche vor dem Friedhof entstehen, damit entfällt eine weitere Grünfläche.

  6. Bei den ca. 800 bis 1.000 zusätzlichen Einwohnern auf diesem Feld ist mit ca. 400 bis 500 PKWs zu rechnen. Dafür stehen also max. 110 Dauer-Parkplätze z. V. Dies bedeutet, dass die umliegenden Straßen ca. 300 bis 400 Fahrzeuge aufnehmen müssen.

  7. Um das zusätzliche Verkehrsaufkommen aufnehmen zu können, wurde u.a. vorgeschlagen, dass der Ostburger Weg zu einem Radweg umgebaut wird und nur noch der Bus durchfahren darf. Der Verkehr soll dann über die Neuhofer Str., den Schirpitzer Weg und die Lettberger Str. geleitet werden.  

  8. Die höchste Bebauungsdichte wird mit GFZ 1,16 angegeben. Damit ist die Zusage, höchstens eine GFZ von 1,0 zu planen, bereits nicht eingehalten worden.

 

Wie beurteilt der Vorstand der BI diese Vorschläge?

  1. Die Entscheidung des Bauamtes Neukölln, nur mehrgeschossige Blockbauten zuzulassen und EFH auszuschließen, ist völlig unverständlich.

  2. Die große Nähe der Blockbauten zu den EFH im Osten und Westen mit einem Abstand von nur wenigen Metern führt zu einer Verschattung dieser Grundstücke.

  3. Es besteht das erhebliche Risiko, dass eine „Vermischung“ der Vorschläge - und in Verbindung mit dem Investor - eine noch stärkere Verdichtung des Geländes erfolgt (siehe Buckower Felder, bei denen aus 300 WE auf einmal 900 WE wurden).

  4. Die Vorstellungen über den Verkehrsverlauf sind unverantwortlich. Die Vorstellung, den größten Teil des Verkehrs durch die Neuhofer Str. zu führen und die Grundschüler und Kita-Kinder diesem erheblichen Verkehr auszusetzen, ist schlicht und einfach unfassbar. U.U. nimmt der Bezirk seinen alten Vorschlag wieder auf, die Neuhofer Str. zu verbreitern und die Vorgärten zu enteignen (siehe dazu den vor einigen Jahren geplanten Schulbau auf dem Feld).

  5. Es gibt keinerlei Vorstellungen darüber, wo die ca. 300 bis 400 zusätzlichen Fahrzeuge in den Nebenstraßen unterkommen könnten.

  6. Der Durchstich des Will-Meisel-Wegs wird dazu führen, dass dort ebenfalls nach Parkplätzen gesucht wird und allein durch den sog. Parksuchverkehr eine unannehmbare Zusatzbelastung der Umgebung entsteht.

 

Zusammenfassung:

Wie erwartet, führt die geplante Bebauung dieses Feldes zu einer nicht hinnehmbaren Belastung der Anwohner in Rudow-Süd. Die notwendige Änderung der Verkehrsführungen, der Ausbau von Straßen und die fehlenden Parkplätze werden die Lebensqualität in Rudow-Süd stark negativ beeinflussen. Das Argument der Kirche, sie müsse ihrer sozialen Verpflichtung nachkommen und Wohnungen bauen, ist nicht stichhaltig, da auf den Flächen der Kirche in den letzten Jahren tausende Wohnungen in Rudow entstanden sind und es ist und bleibt völlig unverständlich, warum auch noch das letzte kleine Feld zubetoniert werden muss.

 

Gibt es in der ev. Kirchengemeinde Rudow wirklich keine Pfarrerin und keinen Pfarrer und auch kein Mitglied des GKR mehr, der sich für den Erhalt dieses kleinen Stückes landwirtschaftlicher Natur mehr einsetzt und damit wenigstens einen kleinen Rest von Verantwortung für die vorhandene Siedlungsstruktur und deren Bewohnerwahrnimmt? Muss denn alles nur rücksichtslos „vermarktet“ werden, um noch mehr Geld in die kirchlichen Kassen zu spülen?

 

Januar 2021

Obwohl die Bürgerinitiative seit Wochen darauf hinweist, dass eine Videokonferenz kein Ersatz für eine Präsenzveranstaltung ist, hält die Kirche an diesem Vorhaben fest und will sie am Montag, d. 18.1.2021 um 19 Uhr, durchführen. Um der Kirche nicht allein das Feld zu überlassen, wird ein Vorstandsmitglied unter Protest an der Konferenz teilnehmen.

 

Warum sind wir gegen eine derartige Veranstaltung? 

Eine Video-Veranstaltung kann niemals eine Präsenzveranstaltung ersetzten, da viele Bürger (auch aufgrund der Altersstruktur in Rudow) schon allein aus technischen Gründen nicht teilnehmen können. Ein weiterer Teil verweigert seine Teilnahme, da allgemein bekannt ist, dass Video-Veranstaltungen herkömmliche Zusammenkünfte, in denen es auf die persönliche Begegnung ankommt, man sich in die Augen sehen kann und auf vielfältige Weise miteinander kommunizieren kann, niemals Präsenzveranstaltungen auch nur annähernd ersetzen können. Hinzu kommt, dass einerseits eine wirklich demokratische Diskussion - bei der es auf Rede und Widerrede ankommt - nicht möglich ist und andererseits in Zeiten einer Corona-Pandemie die Bürger andere Sorgen haben, als an einer völlig überflüssigen Videokonferenz teilzunehmen. 

Die Einwände der Bürgerinitiative wurden zwar zur Kenntnis genommen, aber - wie üblich – halten die verantwortlichen Kirchenvertreter an einer vorher gefassten Meinung unveränderbar fest. 

 

September 2020

Die Kirche hatte in der letzten Informationsveranstaltung im Hebst 2019 den Rudowern zugesagt, dass vor der Vergabe des Ideenwettbewerbs an die Architekten eine weitere Bürgerversammlung stattfinden würde. Zur Erinnerung: bei der letzten Veranstaltung sprachen sich mehr als 90 % der Anwesenden Bürger gegen die geplante Bebauung aus.

Warum setzt sich die Bürgerinitiative gegen die Feldbebauung am Ostburger Weg ein?

  1. Aufgrund von Problemen mit der Architektenkammer besteht jetzt die Gefahr, dass der geplante Ideenwettbewerb ausfällt und auch keine Informationsveranstaltung mehr stattfindet.

  2. Da die Kirche das Gelände nur verpachtet und den Bau einem Bauträger überträgt, ist davon auszugehen, dass eine rücksichtslose und massive Bebauung vorgenommen wird, die die Lebensqualität der Rudower weiter stark einschränken wird.

  3. In der Waltersdorfer Chaussee wurde begonnen, Busspuren zu schaffen, die dazu führen, dass die bisher dort geparkten Fahrzeuge in die Nebenstraßen ausweichen müssen. Damit wird – neben der zusätzlichen Belastung durch den Verkehr zum neuen Flughafen BER – mit einem Verkehrschaos in Rudow zu rechnen sein. Hinzu kommt, dass die erwarteten Staus auf der Autobahn dazu führen werden, dass sich der Verkehr auf Umgehungsstraßen verlagert, so dass ein Verkehrsinfarkt in Rudow nicht mehr auszuschließen ist.

  4. Unter diesen Vorzeichen will nun die Kirche weitere ca. 300 Wohnungen auf dem Feld am Ostburger Weg bauen und damit werden weitere ca. 400 Fahrzeuge die schon heute völlig überlasteten Straßen verstopfen.

Wieso die Kirchengemeinde Rudow in Kenntnis dieser Fakten rücksichtslos gegen ihre eigenen Kirchenmitglieder und die Rudower Bevölkerung eine derart massive Bebauung plant und damit die Lebensqualität der Rudower weiter stark absenkt, bleibt das Geheimnis des Gemeindekirchenrates, zumal der Bau von Wohnungen wenige hundert Meter weiter in der Gemeinde Schönefeld auf entwickelten Baufelder leicht und kostengünstig möglich wäre. 

Die Planungen der Kirche sind und bleiben in Verbindung mit der Änderung des FNP auf eine GFZ von bis zu 1,7 für dieses Feld ein nicht hinnehmbares Vorhaben.  Wir rufen deshalb alles Bürger dazu auf, Widerstand gegen dieses Bauvorhaben zu leisten und insbesondere den Verantwortlichen in der Kirche, aber auch in der Politik, deutlich zu machen, dass das Feld zu erhalten ist.